Kurstermine 2012 · Infos · Kurs organisieren · Sicherheit · Referenzen
Für wen ist das
Westernreitabzeichen interessant?
Für den Freizeitreiter im Westernstil bietet das Reitabzeichen die
Möglichkeit, sich ein fundiertes und breites Basiswissen anzueignen.
Für den turnierambitionierten
Westernreiter ergibt sich darüber
hinaus ein weiterer Vorteil. Er kann bei der Ersten Westernreitunion (EWU)
jederzeit eine Aufnahme in die Leistungsklasse 1 (Amateur bzw. Jugend)
beantragen. Ohne Reitabzeichen erreicht man diese Leistungsklasse nur über den
Aufstieg durch Turniererfolge über aktuell mind. zwei vorgestufte
Leistungsklassen (Hinweis: In 2005 werden die Leistungsklassen der EWU
voraussichtlich neu gestaltet). Dies ist in der Regel ein zeit- und
kostenintensiver Weg.
Mit dem Reitabzeichen in der
Tasche kann man also sobald man sich selber als konkurrenzfähig einschätzt, in
die Leistungsklasse 1 wechseln und mit um Landesmeistertitel und um Deutsche
Meisterschaften konkurrieren. Man muss dies aber natürlich auch nicht und kann
sich somit auch Zeit lassen, erst einmal in den unteren Leistungsklassen
Turniererfahrung zu sammeln.
Für trainerambitionierte
Westernreiter, die anstreben, eine
DSB Trainerlizenz zu erwerben, ist das bronzene Reitabzeichen jedoch
unverzichtbare Voraussetzung.
Was wird in der Prüfung
verlangt?
Die Prüfung besteht aus
folgenden Prüfungsteilen:
- Trail
- Horsemanship
- Gelände
- Schriftliche Theorie
- Mündliche Theorie
Die Prüfung Trail ist eine
Einzelprüfung, in der sechs Trailhindernisse zu überwinden sind. Das kann z. B.
das Überreiten einer Brücke, Trabslalom um Pylonen, Schrittstangen oder
Umsetzen eines Gegenstandes sein.
Die Prüfung Horsemanship ist
ebenfalls eine Einzelprüfung. Es gibt zwei fest vorgegebene Pattern, von denen
eine geritten wird. Sie beinhalten alle drei Grundgangarten, Rechts- und
Linksgalopp mit einfachem Galoppwechsel, Anhalten aus dem Trab und
Rückwärtsrichten.
Die Geländeprüfung wird in
der Gruppe abgelegt. Die Reiter müssen ihr Pferd sowohl in der Gruppe in allen
drei Gangarten unter Kontrolle haben, als auch das Pferd einzeln von der Gruppe
weg reiten können.
In der schriftlichen Theorie
werden 20 Fragen aus einem 50-seitigem Fragenkatalog ausgewählt, den man bei
der EWU erwerben kann. Der Katalog umfasst Fragen zu den Themengebieten Anatomie, Farben und
Abzeichen, Pferderassen, Gesundes Pferd, Krankheiten, Fütterung, Weidehaltung, Stallhaltung, Zäumungen und
Gebisse, Pflege, Reitlehre, Grundausbildung des Westernpferdes, Geländereiten,
Erste Hilfe, Turnierreiten und Tierschutz.
In der mündlichen Prüfung
werden folgende Gebiete abgefragt:
1. Sattel und Zaumzeug
2. Pferdekunde, Pflege und
der Huf
3. restliche Themen
Wann hat man die Prüfung
bestanden?
Man hat die Prüfung
bestanden, wenn man sowohl den schriftlichen als auch den mündlichen und auch
den praktischen Prüfungsteil bestanden hat.
Den schriftlichen
Prüfungsteil hat man bestanden, wenn man mind. 15 der 20 Aufgaben korrekt
beantwortet hat.
Den mündlichen Prüfungsteil
hat man bestanden, wenn mind. zwei der drei Themengebiete bestanden worden
sind.
Den praktischen Prüfungsteil
hat man bestanden, wenn mind. zwei der drei Prüfungsteile bestanden sind.
Allerdings muss die Horsemanship auf jeden Fall bestanden werden.
Welche reiterlichen
Voraussetzungen sollte der Reiter erfüllen?
Der Reiter sollte einen guten
Grundsitz mitbringen und sein Pferd nicht nur in der Halle, sondern auch im
Gelände gut kontrollieren können.
Außerdem sollte er mit der
Aufgabenstellung der Horsemanship keine wesentlichen Probleme haben.
Welche formellen
Voraussetzungen muss der Reiter erfüllen?
Der Reiter muss nachweisen,
dass er innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Prüfung an “Sofortmaßnahmen am
Unfallort³ teilgenommen hat.
Der Reiter muss Mitglied der EWU oder in einem der FN
angeschlossenen Reitverein sein.
Der Reiter muss zum Zeitpunkt
der Prüfung den Basispass haben. Dieser kann aber auch am Prüfungstag
unmittelbar vor der Prüfung zum Reitabzeichen abgelegt werden.
Welche Vorraussetzung
sollte das Pferd erfüllen?
Das Pferd sollte keine großen
Probleme mit Links- und Rechtsgalopp haben, in der Gruppe im Gelände
regulierbar sein und bereit sein, sich auch einzeln von der Gruppe weg reiten
zu lassen.
In welcher Form und wie
oft bietest Du Deine Reitabzeichenkurse an?
Ich biete einmal im Jahr
einen Reitabzeichenkurs an. Dabei wechsele ich jährlich zwischen Kursen die
über mehrere Wochenenden stattfinden und solchen in Blockform. In 2004 wird es
einen einwöchigen Kurs in Blockform während der Herbstferien geben.
Worauf legst Du bei Deinen
Kursen besonderen Wert?
Ich lege vor allem Wert
darauf, dass am Ende jeder Teilnehmer bestmöglich auf die Prüfung vorbereitet
ist.
Die EWU lässt maximal 20
Teilnehmer je Prüfung zu. Ich lege mir jedoch mit maximal acht Teilnehmern eine
Grenze, die weit darunter liegt. Zudem plane ich genügend Zeit für den Kurs und
somit für die Vorbereitung auf das Reitabzeichen ein. Mit sechs vollen Tagen
Vorbereitung setze ich einen Zeitrahmen, der es ermöglicht, eventuell
auftauchende Probleme noch vor der Prüfung zu lösen.
Ich setze alles daran, dass
alle Teilnehmer am Prüfungstag das beruhigende Gefühl haben, dass sie bei einem
normalen Prüfungsverlauf keinen Prüfungsteil haben, in dem es für sie wackelig werden könnte.
Außerdem achte ich darauf,
dass ich Richter verpflichte, bei denen eine angenehme Prüfungsatmosphäre
gesichert ist.
Zudem möchte ich, dass die
Teilnehmer nicht nur eine optimale Vorbereitung für die Prüfung bekommen,
sondern auch viel für sich selber mit nach Hause nehmen können. Offensichtlich
gelingt das ganz gut, da “Neulinge³ aus Reitabzeichenkursen schnell zu
Stammkunden werden.
Und noch etwas, was meine
Kurse leider (!) von vielen anderen Kursen der Westernreitszene unterscheidet:
Bei all meinen Kursen gilt Reitkappenpflicht, auch wenn das in der Westernszene
leider nicht mode ist.
Welche Kosten entstehen
den Teilnehmern?
Die
Kursgebühr beträgt 240,- Euro. Soll neben dem Reitabzeichen auch der Basispass
abgelegt werden, so erhöht sie sich um 20 Euro auf 260 Euro.
Zudem
fallen an: 10,- Euro für das Handbuch, 18 Euro Prüfungsgebühr bzw. 26 Euro,
falls auch der Basispass abgelegt wird, 20 Euro für die Anstecknadel (optional)
sowie gegebenenfalls die Kosten für Sofortmaßnahmen am Unfallort und bei Bedarf
Unterkunft für Pferd und Reiter.
Bei
Anmeldung muss eine Anzahlung von 50 Euro geleistet werden. Bei Absage werden
diese als Aufwandsentschädigung eingehalten. Alternativ kann fristgerecht auch
ein Ersatzreiter gestellt werden.
Wann und wo findet Dein
nächster Kurs statt?
Der
nächste Kurs findet in den Herbstferien vom 18.10.-23.10.04 mit Prüfung am
24.10.04 im Reitstall in 26197 Huntlosen statt.
Anmeldung
telefonisch unter 0 44 35 388 488 oder 01 73 2 02 98 53 möglich.
Anmeldungen
müssen mind. einen Monat vor Kursbeginn incl. aller Nachweise (Sofortmaßnahmen
am Unfallort + Vereinsmitgliedschaft) vorliegen, damit sie fristgerecht an die
Geschäftsstelle der EWU weiter geleitet werden können. Wegen der begrenzten
Teilnehmerzahl empfiehlt sich eine möglichst frühe Anmeldung. Als EWU-Richter
konnte ich wieder Herrn Ingo Hirschkorn verpflichten, der auch in 2003 die sehr
gute Vorbereitung der Teilnehmerinnen lobte.
Kurstermine 2012 · Infos · Kurs organisieren · Sicherheit · Referenzen